
Den Gottesdienst mit der Predigt zum Flüchtlingssonntag und Gedanken zum Pfingstfest gestaltete Gemeindepfarrer Bruno Wyler-Eschle aus. Ruth Illi, Organistin, begleitete sorgsam, intonierte zum Beginn und Abschied in gehaltvoller Art.
Kirchenratspräsident Ivo Oertli führte durch die traktandierten Geschäfte der Versammlung. Mit seinen Mitteilungen wies er unter anderem auf die Wiedereinführung des Berggottesdienstes im August, Gottesdienste im Freien, dem wieder aktiven Besucherkreis und die Übernahme des Unterrichts für die siebte Klasse und die Konfirmandenklasse hin. Angebote mit der Kirchgemeinde Schwanden werden bleiben. Hingewiesen wurde auf einen Antrag von Peter Göldi, der sich mit dem Kirchgeläut befasst. Spätestens im Frühling 2027 wird dieser Antrag von den Stimmberechtigten behandelt. Ein verdient grosser Dank ging an Marco Wülser, der sich im Bereich der Aktivitäten im Jubiläumsjahr, der Jugendarbeit und der Erarbeitung des traditionellen Krippenspiels ganz intensiv und ideenreich eingesetzt hatte.
Anträge zuhanden einer kommenden Versammlung wurden nicht gestellt.
Wahlen, Ressorts
Weil sich wegen der Demissionen von Ivo Oertli und Marco Wülser und der Neuverteilung der verschiedenen Ressorts einige Änderungen ergaben, wurde auf Vorschlag des Präsidenten entschieden, jedes Mitglied einzeln zu wählen.
Für Ivo Oertli wurde Annekäthi van den Broek zur neuen Ratsvorsitzenden gewählt. Mit Kirchlichem ist sie eng vertraut. Unter anderem war sie während ihrer Jugendzeit in Mühlehorn und Schwanen wohnhaft und war unter anderem im «glarnersteg» tätig. Sie hat sich für die Übernahme des Präsidiums aus tiefer Überzeugung entschieden und dies mit der Vorstellung in den Unterlagen zur KGV dargelegt.
Robin Kormann hat sich für das Amt als Kirchenrat entschieden, weil er mitgestalten und positiv mitwirken möchte. Auch er stellte sich in offener Art in der Einladung zur KGV samt willkommenen Kommentaren vor. Die Wahlen erfolgten nach der jeweiligen persönlichen, kurzen Vorstellung einstimmig.
Für die Amtsdauer 2026–2030 wurden Susanne Abesser und Thomas Schätti ganz klar wiedergewählt.
Thomas Schätti ist inskünftig als Kirchengutsverwalter (Quästoriat) zuständig. Die Buchhaltung der Kirchgemeinde bleibt gemäss Basis einer externen Dienstleistung bei Daniel Spälti, er gehört dem Rat nicht an. Revisionsstelle bleibt die VBT Treuhand.
Als Gemeindepfarrer wurde Bruno Wyler-Eschle für die neue Amtsperiode bestätigt.
Als Synodale wurden Susanne Abesser, Mona Wülser, Marco Wülser. Annekäthi van den Broek und Pfarrer Bruno Wyler-Eschle wiedergewählt.
Daniel Spälti, Finanzbuchhalter, äusserte sich zur Jahresrechnung 2025.Er tat dies ausführlich, enorm gewissenhaft und detailgetreu, sprach zu Abschreibungen, Differenzen zum Budget Mehreinnahmen, Kirchensteuer, einer unerwartet Rechnung der Gemeinde Garus für den «Glärnischbligg» für Wasser, Abwasser und Energie für die letzten fünf Jahre. Er äusserte sich zur Bilanz, den Sachgütern und den Fondsrechnungen. Ohne Diskussion wurde die Jahresrechnung und dem Ertragsüberschuss von knapp 13 000 Franken genehmigt.
Rege benützt wurde die Umfrage.
Peter Göldi sprach zu seinem Antrag «Glockengeläut», dem Mittun weiterer Anwohner und den von seiner Seite erwarteten Gesprächen mit dem Kirchenrat. Ruedi Luchsinger setzte sich bezüglich Läutordnung für die Beibehaltung von Bisherigem ein.
Markus Bissig munterte zur Erweiterung der Behörde und die Einsitznahme jüngerer Personen auf.
Sepp Tschudi regte an die Kirchgemeindeversammlung auf einen Wochentag zu verlegen, er begründete dies.
Heini Nold regte an, die Zweckbestimmungen des gut dotierten Anna Trümpy-Fonds den heutigen Verhältnissen anzupassen und den Interessenkreis von möglichen Bezugspersonen zu erweitern. Ivo Oertli wies darauf hin, dass dies alles andere als einfach sei. Ein entsprechender Versuch wurde bereits unternommen, scheiterte aber an der Tatsache, dass der Stiftungszweck nach damaligen Auskünften grundsätzlich nur mit Einverständnis der Stifterin geändert werden kann - was im Falle der längst Verstorbenen Anna Trümpy nicht möglich war.
Christine Schacht dankte allen, die sich für die Kirchgemeinde und deren Anliegen stets nachhaltig und engagiert einsetzen, mit spürbarer Wertschätzung.
Dann war es Zeit zum Verweilen beim sorgsam vorbereiteten Apéro und zum regen Gedankenaustausch, bevor man sich wieder der enormen Sommerhitze zu «widmen» hatte.